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Sportwetten Markt Österreich – Milliardenumsatz mit EPS als Zahlungs-Rückgrat

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4 Milliarden Euro Sportwetten-Umsatz im Jahr 2023. Diese Zahl hat mich gestoppt, als ich sie zum ersten Mal gelesen habe. Österreich ist ein Land mit knapp neun Millionen Einwohnern, und der Sportwetten-Markt bewegt Summen, die den Umsatz mancher börsennotierter Unternehmen übersteigen. In neun Jahren als Analyst habe ich den Markt wachsen sehen – von einem Nischenthema zu einer Milliardenbranche, die regulatorisch, politisch und gesellschaftlich immer stärker in den Fokus rückt.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Umsatz, Bruttospielertrag und Wachstumstrend
  2. Der steigende Online-Anteil und mobile Nutzung
  3. EPS im Kontext des österreichischen Wettmarkts

Umsatz, Bruttospielertrag und Wachstumstrend

Der Online-Glücksspielmarkt in Österreich erreichte 2024 ein Volumen von 632 Millionen Euro, mit einem erwarteten Wachstum von 4,22 Prozent jährlich bis auf 777 Millionen Euro im Jahr 2029. Diese Zahlen umfassen Online-Casinos, Sportwetten und andere digitale Glücksspielformen. Der Gesamtmarkt – inklusive stationärer Angebote – liegt bei rund 3,31 Milliarden US-Dollar.

Was die reinen Sportwetten betrifft: Der Bruttospielertrag lag 2020 bei 283 Millionen Euro, eingebettet in einen Gesamtmarkt von 1,7 Milliarden Euro Bruttospielertrag über alle Glücksspielformen. Lotto führte mit 680 Millionen Euro, gefolgt von Online-Gaming mit 284 Millionen und Sportwetten praktisch gleichauf. Die Sportwetten-Branche ist damit kein Randphänomen, sondern eine tragende Säule des österreichischen Glücksspielmarkts.

Der Wachstumstrend ist eindeutig: Der Online-Anteil steigt kontinuierlich. Während stationäre Wettbüros stagnieren oder schrumpfen, wachsen Online-Sportwetten seit Jahren im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Pandemie hat diesen Trend beschleunigt, und die Rückkehr zum Normalzustand hat ihn nicht umgekehrt. Online-Sportwetten sind zur Normalität geworden.

Was die Zahlen besonders interessant macht: Der Sportwetten-Umsatz von 4 Milliarden Euro ist der Bruttoeinsatz – also das gesamte Wettvolumen, bevor Gewinne ausbezahlt werden. Der Bruttospielertrag – also die Differenz zwischen Einsätzen und Auszahlungen – liegt deutlich niedriger. Für Wettende ist das eine nüchterne Erinnerung: Der Grossteil des eingesetzten Geldes fließt zurück an die Spieler, aber nicht alles. Die Wettanbieter behalten eine Marge, und seit April 2025 nimmt der Staat zusätzlich 5 Prozent Wettsteuer auf den Bruttoeinsatz.

Die Wettsteuerreform hat den Markt verändert. Die erwarteten zusätzlichen Einnahmen von 50 Millionen Euro im ersten Jahr zeigen die finanzielle Bedeutung des Sektors für den Staat. Gleichzeitig belasten die höheren Kosten die Wettanbieter und – indirekt – die Wettenden durch niedrigere Quoten oder direkten Steuerabzug.

Der steigende Online-Anteil und mobile Nutzung

57,2 Prozent aller Zugriffe auf Online-Glücksspiel in Österreich kommen von Mobilgeräten. Diese Zahl hat sich in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt, und ich erwarte, dass sie weiter steigt. Der typische österreichische Sportwettende sitzt nicht mehr am Desktop – er steht im Stadion, sitzt im Zug oder liegt auf dem Sofa, das Smartphone in der Hand.

41 Prozent der Österreicher nehmen mindestens einmal im Jahr an Glücksspielen teil. Das ist fast jeder zweite Erwachsene – eine bemerkenswerte Durchdringung, die zeigt, wie gesellschaftlich akzeptiert Glücksspiel und Sportwetten in Österreich sind. Natürlich umfasst diese Zahl auch Lotterien und gelegentliche Casino-Besuche, aber der Sportwetten-Anteil wächst überproportional.

Die Kombination aus steigendem Online-Anteil und wachsender mobiler Nutzung verändert den Markt strukturell. Stationäre Wettbüros, die jahrzehntelang das Rückgrat des österreichischen Sportwetten-Marktes bildeten, verlieren Marktanteile an Online-Anbieter. Dieser Trend ist nicht umkehrbar – die Bequemlichkeit, vom Smartphone aus zu wetten, ist für die Mehrheit der Nutzer attraktiver als der Gang ins Wettbüro. Und mit dieser Verschiebung steigt die Bedeutung digitaler Zahlungsmethoden wie EPS, die den Online-Workflow erst ermöglichen.

Für die Zahlungsinfrastruktur hat der mobile Trend eine klare Konsequenz: Zahlungsmethoden, die mobil nicht funktionieren, verlieren Marktanteile. EPS ist mobil voll funktionsfähig – die Banking-Apps von George, ELBA und klar unterstützen EPS-Transaktionen nahtlos. Das erklärt, warum EPS seine Position im Sportwetten-Markt halten und ausbauen kann, während Methoden wie die klassische SEPA-Banküberweisung an Relevanz verlieren.

EPS im Kontext des österreichischen Wettmarkts

Simon Priglinger-Simader, Vizepräsident des OVWG, hat den aktuellen Moment als entscheidend für die Zukunft des österreichischen Wettmarkts beschrieben. Die Frage, wie der Markt reguliert wird, beeinflusst auch die Zahlungsinfrastruktur – und EPS steht dabei in einer starken Position.

EPS beansprucht 15 bis 18 Prozent des österreichischen Online-Zahlungsverkehrs. In einem Sportwetten-Markt mit 4 Milliarden Euro Umsatz bedeutet das: Hunderte Millionen Euro fliessen jährlich über EPS an Wettanbieter. Diese Summen machen EPS zu einem wirtschaftlich relevanten Faktor – nicht nur als Zahlungsmethode, sondern als Teil der Infrastruktur, die den Markt am Laufen hält.

Die Verbindung zwischen EPS und dem Wettmarkt ist dabei keine einseitige. Der Wettmarkt profitiert von EPS durch schnelle, sichere und gebührenfreie Einzahlungen. EPS profitiert vom Wettmarkt durch Transaktionsvolumen und Nutzerbindung. Wer einmal per EPS beim Wettanbieter eingezahlt hat und gute Erfahrungen gemacht hat, nutzt EPS auch in anderen Kontexten – und umgekehrt. Diese Wechselwirkung stärkt beide Seiten und erklärt, warum EPS trotz wachsender Konkurrenz durch E-Wallets und Kryptowährungen seine Marktposition verteidigt.

Für den österreichischen Wettmarkt sind die nächsten Jahre entscheidend. Die Wettsteuerreform, die mögliche Glücksspielreform und die wachsende Bedeutung von Spielerschutz werden den Markt verändern. EPS ist als reguliertes, bankengestütztes Zahlungssystem gut aufgestellt, um diese Veränderungen mitzugehen. Wer die Details der EPS-Nutzung bei Sportwetten kennt, versteht, warum diese Zahlungsmethode so tief im österreichischen Wettmarkt verankert ist.

Wie gross ist der Sportwettenmarkt in Österreich?

Der Sportwetten-Umsatz in Österreich lag 2023 bei rund 4 Milliarden Euro. Der Online-Glücksspielmarkt insgesamt erreichte 2024 ein Volumen von 632 Millionen Euro, mit einem erwarteten jährlichen Wachstum von 4,22 Prozent.

Wächst der Online-Wettmarkt in Österreich weiterhin?

Ja. Der Online-Anteil steigt kontinuierlich, getrieben durch mobile Nutzung – 57,2 Prozent aller Zugriffe auf Online-Glücksspiel kommen von Mobilgeräten. Der Gesamtmarkt soll bis 2029 auf 777 Millionen Euro wachsen.

Erstellt von der Redaktion von „eps Wetten“.