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EPS Sicherheit bei Sportwetten — Warum die Banküberweisung zu den sichersten Zahlungsmethoden zählt

EPS Sicherheit bei Sportwetten mit PSD2 und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Wenn ich in Gesprächen erwähne, dass ich mich beruflich mit Zahlungsmethoden bei Sportwetten beschäftige, kommt eine Frage zuverlässig innerhalb der ersten Minute: „Ist das überhaupt sicher?“ Die Skepsis ist verständlich. Geld an einen Online-Wettanbieter überweisen, über eine Plattform, die zwischen Ihrer Bank und dem Buchmacher vermittelt — das klingt nach einem Prozess mit vielen Schwachstellen. In Wirklichkeit ist EPS eine der sichersten Zahlungsmethoden, die Sie im Internet nutzen können.

EPS — Electronic Payment Standard — wurde von österreichischen Banken entwickelt und wird von ihnen betrieben. Es ist kein Startup, kein Fintech-Experiment, sondern die offizielle Zahlungsinfrastruktur des österreichischen Bankensektors. Über 11.000 Online-Unternehmen in Österreich akzeptieren EPS, der Marktanteil liegt bei 15 bis 18 Prozent aller Online-Zahlungen im Land. Diese Verbreitung wäre unmöglich, wenn das System Sicherheitslücken hätte.

In diesem Artikel gehe ich die Sicherheitsarchitektur von EPS Schicht für Schicht durch. Ich erkläre, welche Rolle PSD2 und die starke Kundenauthentifizierung spielen, was mit Ihren Daten bei einer Transaktion tatsächlich passiert, und wie sich EPS im Sicherheitsvergleich mit E-Wallets und Kreditkarten schlägt. Und ich spreche über ein Thema, das in Sicherheitsdiskussionen über Sportwetten zu oft fehlt: den Spielerschutz.

Vorweg eine Einordnung: EPS deckt rund 20 Prozent des gesamten E-Commerce-Zahlungsvolumens in Österreich ab. Diese Marktstellung ist kein Zufall — sie ist das Ergebnis eines Sicherheitsstandards, dem Millionen österreichischer Bankkunden vertrauen. Und dieses Vertrauen überträgt sich direkt auf den Sportwettenbereich, wo die Frage „Kann ich dem Anbieter mein Geld anvertrauen?“ bei jeder Einzahlung mitschwingt.

Ladevorgang...

Inhaltsverzeichnis
  1. PSD2 und starke Kundenauthentifizierung bei EPS
  2. Was passiert mit Ihren Daten bei einer EPS-Transaktion?
  3. Zahlungsgarantie: Wie EPS Wettanbieter und Spieler absichert
  4. EPS-Sportwetten und Betrugsschutz: Worauf Sie achten sollten
  5. Sicherheitsvergleich: EPS gegenüber E-Wallets und Kreditkarten
  6. Spielerschutz und verantwortungsvolles Wetten
  7. Was bei der Sicherheit von EPS-Sportwetten oft unklar bleibt

PSD2 und starke Kundenauthentifizierung bei EPS

2019 trat die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie — PSD2 — in Kraft, und für EPS war das weniger eine Revolution als eine Bestätigung. Denn die Prinzipien, die PSD2 für alle Online-Zahlungen verpflichtend machte, waren bei EPS von Anfang an Standard.

Der Kern von PSD2 ist die starke Kundenauthentifizierung, im Fachjargon SCA — Strong Customer Authentication. Jede Online-Zahlung muss durch mindestens zwei von drei Faktoren bestätigt werden: etwas, das Sie wissen (Passwort, PIN), etwas, das Sie besitzen (Smartphone, Kartenlesegerät), und etwas, das Sie sind (Fingerabdruck, Gesichtserkennung). Bei EPS war dieses Prinzip schon vor PSD2 implementiert: Sie melden sich mit Ihren Bankzugangsdaten an (Wissen), bestätigen per TAN auf Ihrem Smartphone oder Kartenleser (Besitz) — und bei vielen Banking-Apps kommt als dritter Faktor die biometrische Freigabe dazu.

Was das für Ihre EPS-Einzahlung bei Sportwetten konkret bedeutet: Selbst wenn jemand Ihre Bankzugangsdaten kennen würde, könnte er ohne Zugriff auf Ihr TAN-Gerät keine Überweisung autorisieren. Der zweite Faktor — Ihr Smartphone oder Ihr cardTAN-Generator — bleibt physisch bei Ihnen. Dieses Sicherheitsniveau erreichen weder klassische Kreditkartenzahlungen (die sich oft mit Kartennummer und CVV durchführen lassen) noch manche E-Wallet-Zahlungen.

Ein technisches Detail, das selten erklärt wird: EPS kommuniziert direkt mit Ihrer Bank über gesicherte Bankkanäle. Der Wettanbieter erhält von EPS lediglich die Bestätigung, dass die Zahlung erfolgreich war — zusammen mit einer Transaktions-ID. Er sieht weder Ihre IBAN noch Ihre Bankzugangsdaten noch den TAN. Diese Informationen verlassen zu keinem Zeitpunkt das Banksystem. 82 Prozent aller bargeldlosen Transaktionen in Österreich laufen inzwischen kontaktlos — ein Zeichen dafür, wie selbstverständlich digitale Sicherheitsmechanismen für österreichische Bankkunden geworden sind.

PSD2 hat außerdem eine Haftungsumkehr eingeführt: Bei nicht autorisierten Zahlungen haftet grundsätzlich der Zahlungsdienstleister, nicht der Kunde — vorausgesetzt, der Kunde hat seine Sorgfaltspflichten nicht grob verletzt. Bei EPS-Zahlungen an Wettanbieter bedeutet das: Wenn trotz aller Sicherheitsmechanismen eine Transaktion durchgeführt wird, die Sie nicht autorisiert haben, steht Ihre Bank in der Pflicht, den Betrag zu erstatten.

Die Kombination aus PSD2-Konformität, Zwei-Faktor-Authentifizierung und der Tatsache, dass keine sensiblen Bankdaten an den Wettanbieter weitergegeben werden, macht EPS zu einem der robustesten Zahlungsverfahren im Online-Wettbereich.

Was viele Wettende nicht wissen: PSD2 hat nicht nur die Authentifizierung verschärft, sondern auch die Haftung bei Zahlungsbetrug neu geregelt. Vor PSD2 mussten Bankkunden im Betrugsfall oft nachweisen, dass sie die Zahlung nicht autorisiert hatten — die Beweislast lag beim Kunden. Seit PSD2 gilt: Die Bank muss beweisen, dass der Kunde grob fahrlässig gehandelt hat, wenn eine nicht autorisierte Zahlung durchgeführt wurde. Für EPS-Wettende bedeutet das ein zusätzliches Sicherheitsnetz — selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass jemand Zugang zu Ihrem Konto erhält und eine EPS-Einzahlung bei einem Wettanbieter durchführt.

Die starke Kundenauthentifizierung bei EPS hat einen weiteren Vorteil, der selten erwähnt wird: Sie schützt vor Impulsentscheidungen. Jede EPS-Einzahlung erfordert einen bewussten Schritt — das Öffnen der Banking-App, die TAN-Bestätigung. Das ist ein natürlicher Bremseffekt, den Kreditkarten nicht bieten. Im Kontext verantwortungsvollen Wettens ist das kein Nachteil, sondern ein Pluspunkt.

Noch ein technisches Detail, das die Sicherheit von EPS unterstreicht: Die TAN hat ein Ablaufdatum. Nach wenigen Minuten — je nach Bank zwischen drei und fünf — verfällt die TAN, und die Transaktion muss neu gestartet werden. Das verhindert, dass eine generierte, aber nicht bestätigte TAN von Dritten abgefangen und zeitversetzt eingesetzt wird. Dieses Zeitfenster ist absichtlich kurz gehalten und unterscheidet sich von Kreditkartendaten, die — einmal gestohlen — über Monate oder Jahre missbraucht werden können.

Die Sicherheitsarchitektur von EPS wird regelmäßig von den teilnehmenden Banken und externen Prüfern evaluiert. Da EPS keine eigenständige Sicherheitsinfrastruktur aufbauen muss, sondern auf die bestehende Bankensicherheit aufsetzt, profitiert das System automatisch von jedem Sicherheitsupgrade, das die Banken für ihr Online-Banking durchführen. Wenn Erste Bank etwa die George-App mit einem neuen biometrischen Verfahren ausstattet, gilt dieses Verfahren auch für EPS-Einzahlungen — ohne dass EPS selbst etwas ändern muss.

Was passiert mit Ihren Daten bei einer EPS-Transaktion?

Letzte Woche fragte mich ein Leser: „Wenn ich per EPS bei einem Wettanbieter einzahle — wer sieht dann meine Bankdaten?“ Die Frage ist berechtigt, denn bei vielen Online-Zahlungsmethoden fließen sensible Informationen an Dritte. Bei EPS ist das anders, und ich erkläre gerne warum.

Der Datenfluss bei einer EPS-Transaktion folgt einem Prinzip, das in der Zahlungsbranche als „Redirect-Modell“ bekannt ist. Wenn Sie bei einem Wettanbieter auf „Mit EPS bezahlen“ klicken, werden Sie auf die EPS-Seite und dann auf die Login-Seite Ihrer Bank weitergeleitet. Ab diesem Moment befinden Sie sich in der gesicherten Umgebung Ihres Bankinstituts. Ihre Anmeldedaten, Kontoinformationen und die TAN-Bestätigung laufen ausschließlich über die Server Ihrer Bank.

Was der Wettanbieter erhält: eine Zahlungsbestätigung mit einer eindeutigen Transaktions-ID, den bezahlten Betrag und den Status „erfolgreich“ oder „fehlgeschlagen“. Er erfährt weder Ihre Kontonummer noch Ihren Kontostand, weder Ihre Bankzugangsdaten noch das verwendete TAN-Verfahren. Im Vergleich dazu übermitteln Kreditkartenzahlungen die Kartennummer, das Ablaufdatum und den CVV an den Händler — deutlich mehr Daten, die im Falle eines Datenlecks beim Händler missbraucht werden könnten.

EPS selbst — als Plattform zwischen Bank und Händler — speichert keine Kundendaten dauerhaft. Die Plattform fungiert als Vermittler, der die Kommunikation zwischen Ihrer Bank und dem Wettanbieter herstellt, aber keine personenbezogenen Daten in eigenen Systemen vorhält. Nach Abschluss der Transaktion existieren die Details nur noch in Ihrem Bankauszug und im Transaktionsprotokoll des Wettanbieters.

Für paranoide Naturen — und ein gewisses Maß an Paranoia ist bei Online-Zahlungen gesund — bedeutet das: EPS minimiert die Angriffsfläche für Datenmissbrauch. Es gibt schlicht weniger Stellen, an denen Ihre sensiblen Daten kompromittiert werden können, als bei Zahlungsmethoden, die Kartendaten oder Kontoinformationen an den Händler übertragen.

Ich werde oft gefragt, ob der Wettanbieter nach einer EPS-Einzahlung meine Bankverbindung für spätere Auszahlungen kennt. Die Antwort: Nein, nicht automatisch. EPS übermittelt keine IBAN. Wenn Sie eine Auszahlung per Banküberweisung beantragen, müssen Sie Ihre IBAN separat angeben — das sind dann Daten, die Sie dem Anbieter im Rahmen der Auszahlung aktiv mitteilen. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied: Die Einzahlung per EPS hinterlässt keine Bankdaten-Spur beim Anbieter.

Ein technisches Detail für Fortgeschrittene: Die Kommunikation zwischen EPS und den Banken läuft über verschlüsselte Kanäle mit TLS-Verschlüsselung — demselben Standard, den die Banken für ihr reguläres Online-Banking verwenden. Die EPS-Plattform selbst wird von der Studiengesellschaft für Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr betrieben, einer Gemeinschaftseinrichtung der österreichischen Kreditwirtschaft. Das ist keine Drittanbieter-Lösung, sondern eine Infrastruktur, die von den Banken selbst getragen wird — ein fundamentaler Unterschied zu Zahlungsdienstleistern wie Klarna oder PayPal, die als externe Unternehmen zwischen Bank und Händler stehen.

Zahlungsgarantie: Wie EPS Wettanbieter und Spieler absichert

Ein Sicherheitsmerkmal, das EPS von den meisten anderen Zahlungsmethoden abhebt, ist die Zahlungsgarantie. Sobald die Bank Ihre TAN bestätigt, erhält der Wettanbieter eine unwiderrufliche Garantie, dass der Betrag gedeckt ist und überwiesen wird. Keine Rücklastschrift, kein nachträgliches Scheitern der Transaktion. Für den Wettanbieter bedeutet das: Er kann Ihr Guthaben sofort freischalten, ohne auf den tatsächlichen Zahlungseingang warten zu müssen. Für Sie als Wettenden bedeutet das: Die Gutschrift erfolgt in Echtzeit, weil der Anbieter kein Risiko eingeht.

EPS besetzt heute rund 20 Prozent des E-Commerce-Zahlungsvolumens in Österreich — die Zahlungsgarantie ist ein wesentlicher Grund für diese Verbreitung. Im Vergleich dazu können SEPA-Lastschriften bis zu acht Wochen nach der Transaktion zurückgebucht werden, und Kreditkartenzahlungen unterliegen dem Chargeback-Recht. Für Wettanbieter ist die EPS-Zahlungsgarantie deshalb attraktiv: kein Chargeback-Risiko, keine Rückbuchungsgebühren, sofortige Liquidität. Diesen Vorteil gibt der Anbieter an Sie weiter — in Form einer Sofortgutschrift, die bei anderen Zahlungsmethoden nicht immer selbstverständlich ist.

Wie die Zahlungsgarantie technisch funktioniert und wie sie sich von den Sicherungsmechanismen anderer Methoden unterscheidet, erkläre ich ausführlich im Beitrag zur EPS-Zahlungsgarantie bei Sportwetten.

EPS-Sportwetten und Betrugsschutz: Worauf Sie achten sollten

Sicherheit bei EPS-Sportwetten hat zwei Seiten: die technische Sicherheit der Zahlungsmethode — die ich gerade beschrieben habe — und die Frage, ob der Wettanbieter selbst vertrauenswürdig ist. Die beste Zahlungsmethode der Welt schützt Sie nicht, wenn Sie bei einem unseriösen Anbieter einzahlen.

Österreich hat hier eine besondere Situation. Sportwetten gelten rechtlich als Geschicklichkeitsspiel und fallen unter die Zuständigkeit der Bundesländer. Das bedeutet: Es gibt kein einheitliches nationales Lizenzsystem, sondern verschiedene Landesgesetze mit unterschiedlichen Anforderungen. Gleichzeitig ist Österreich eines von nur zwei EU-Ländern — neben Polen —, das ein Monopolsystem für Online-Casinos aufrechterhält. Die EGBA, der europäische Glücksspielverband, hat dieses System als veraltet kritisiert und darauf hingewiesen, dass es die Regulierungsaufsicht und den Verbraucherschutz untergrabe.

Für Sie als EPS-Wettenden heißt das: Achten Sie darauf, bei welchem Anbieter Sie einzahlen. EPS schützt Ihre Bankdaten und garantiert die Transaktion — aber EPS prüft nicht, ob der Wettanbieter eine gültige Lizenz hat oder seriös operiert. Diese Prüfung liegt bei Ihnen.

Konkrete Warnsignale für unseriöse Anbieter: keine nachprüfbare Lizenz, kein Impressum, keine Kontaktmöglichkeit jenseits von E-Mail, extrem hohe Bonusversprechen ohne transparente Bedingungen, oder ein Zahlungsbereich, der EPS nicht über die offizielle EPS-Plattform abwickelt, sondern über Drittanbieter. Seriöse Buchmacher leiten Sie über die erkennbare EPS-Infrastruktur direkt zu Ihrer Bank weiter — ohne Zwischenschritte über unbekannte Zahlungsdienstleister.

Ein Betrugsrisiko, das EPS-spezifisch ist: Phishing-Seiten, die das EPS-Bankauswahlmenü nachahmen. Prüfen Sie bei jeder EPS-Einzahlung, ob die URL in der Adressleiste tatsächlich zu EPS bzw. zu Ihrer Bank gehört. Seriöse Weiterleitungen laufen über verschlüsselte Verbindungen (HTTPS) und zeigen die Domain Ihrer Bank an — nicht eine kryptische Subdomain.

Ein weiteres Risiko, das nicht technischer, sondern regulatorischer Natur ist: Anbieter, die in Österreich ohne klare Rechtsgrundlage operieren. Die Wettsteuererhöhung auf 5 Prozent seit April 2025 hat den Markt verändert. Seriöse Anbieter passen ihre Quoten an und kommunizieren die Steuerbelastung transparent. Unseriöse Anbieter ignorieren die Steuer möglicherweise — was kurzfristig attraktivere Quoten bedeutet, langfristig aber rechtliche Risiken für Anbieter und Kunden schafft. Die erwarteten Zusatzeinnahmen von 50 Millionen Euro im ersten Jahr zeigen, dass der Staat die Durchsetzung ernst nimmt.

Zusammengefasst: EPS schützt Ihre Bankdaten auf Transaktionsebene hervorragend. Aber Betrugsschutz ist breiter als Zahlungssicherheit. Die Wahl eines lizenzierten, regulierten Wettanbieters ist der zweite Schutzwall — und der liegt in Ihrer Verantwortung.

In meiner Beratungspraxis habe ich eine einfache Faustregel entwickelt, die ich jedem EPS-Wettenden empfehle: Bevor Sie bei einem neuen Anbieter einzahlen, prüfen Sie drei Dinge. Erstens: Hat der Anbieter ein nachprüfbares Impressum mit österreichischer oder EU-Adresse? Zweitens: Ist eine Lizenznummer angegeben, die Sie bei der zuständigen Aufsichtsbehörde verifizieren können? Drittens: Leitet die EPS-Einzahlung Sie tatsächlich zu Ihrer Bankseite weiter — oder zu einer Seite, die nur so aussieht? Wenn alle drei Punkte positiv ausfallen, ist das ein gutes Zeichen. Wenn einer davon nicht stimmt, ist Vorsicht geboten.

Sicherheitsvergleich: EPS gegenüber E-Wallets und Kreditkarten

Wie sicher ist EPS im Vergleich zu PayPal, Skrill oder einer Kreditkarte? Diese Frage bekomme ich regelmäßig gestellt, und die Antwort hängt davon ab, welchen Aspekt der Sicherheit man betrachtet.

Beginnen wir mit dem Datenschutz. EPS übermittelt — wie beschrieben — keine Bankdaten an den Wettanbieter. E-Wallets wie PayPal schaffen eine ähnliche Datentrennung: Der Anbieter sieht nur Ihre PayPal-E-Mail, nicht Ihre Bankdaten. Kreditkarten sind hier am schwächsten — Kartennummer und CVV wandern zum Händler, selbst wenn 3D-Secure als zusätzliche Schicht dazwischensteht. In Österreich besitzen die meisten Konsumenten ohnehin eher Debitkarten: 1,42 pro Kopf gegenüber nur 0,14 Kreditkarten. EPS spricht also die Zahlungsrealität der Mehrheit an.

Bei der Authentifizierung hat EPS einen strukturellen Vorteil: Jede einzelne Transaktion erfordert eine TAN-Bestätigung über Ihre Bank. Bei PayPal genügt nach dem Einloggen oft ein Klick — praktisch, aber weniger sicher, wenn jemand Zugriff auf Ihr PayPal-Konto hat. Bei Kreditkarten ist 3D-Secure nicht bei allen Transaktionen verpflichtend. EPS kennt keine Transaktion ohne Zwei-Faktor-Bestätigung.

Was E-Wallets EPS voraushaben: die Möglichkeit, Transaktionen zu stornieren oder Käuferschutz zu nutzen. PayPal bietet einen eigenen Streitschlichtungsmechanismus, der bei Problemen mit dem Händler greifen kann. EPS hat das nicht — eine bestätigte EPS-Überweisung ist endgültig. Dafür greift bei EPS die PSD2-Haftungsregel: Nicht autorisierte Zahlungen werden von der Bank erstattet.

73 Prozent der Österreicher haben PayPal für Käufe genutzt, 38 Prozent Klarna. Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Aber wenn es um die reine Sicherheit der Zahlungstransaktion geht — also die Frage, wie gut Ihre Bankdaten geschützt sind und wie stark die Authentifizierung ist — liegt EPS vorne. Die Kombination aus Bankniveau-Verschlüsselung, obligatorischer Zwei-Faktor-Authentifizierung und minimalem Datentransfer an Dritte ist schwer zu übertreffen.

Kartenzahlungen, die 38 Prozent der Online-Käufe in Österreich ausmachen, haben bei Sportwetten ein zusätzliches Sicherheitsrisiko: Chargebacks. Wenn ein Wettende eine Kreditkartenzahlung zurückbucht — ob berechtigt oder nicht —, entsteht ein Streitfall, der wochen- oder monatelang dauern kann. Manche Wettanbieter sperren Konten während eines laufenden Chargeback-Verfahrens. Bei EPS gibt es dieses Problem nicht: Eine bestätigte EPS-Überweisung ist endgültig, der Zahlungsfluss ist eindeutig, Streitigkeiten über die Autorisierung der Zahlung sind praktisch ausgeschlossen.

Für sicherheitsbewusste Wettende lautet meine Empfehlung: EPS für die Einzahlung nutzen — maximale Sicherheit, minimaler Datentransfer. Für die Auszahlung, die EPS nicht abdeckt, ist eine SEPA-Banküberweisung die sicherheitstechnisch stärkste Alternative. Wer auf Geschwindigkeit bei der Auszahlung Wert legt, kann ein E-Wallet als Ergänzung einrichten — aber die Einzahlung per EPS bleibt der sicherste erste Schritt.

Spielerschutz und verantwortungsvolles Wetten

Sicherheit bei Sportwetten endet nicht bei der Zahlungsmethode. In Österreich zeigen rund 1,1 Prozent der Bevölkerung problematisches oder pathologisches Spielverhalten — das sind etwa 64.000 Menschen. Bei Sportwettenden liegt die Quote noch höher: Fast jeder zehnte Sportwetter zeigt Anzeichen pathologischen Verhaltens. Glücksspielforscher Jens Kalke und Tobias Hayer betonen den dringenden Handlungsbedarf bei Prävention und Regulierung, um den Risiken des boomenden Sportwettmarktes entgegenzutreten.

Die technische Sicherheit von EPS ist erstklassig — aber sie schützt nicht vor sich selbst. Einzahlungslimits, Selbstsperren, Cooling-off-Perioden und datenbasierte Frühwarnsysteme, die problematisches Spielverhalten um bis zu 17,3 Prozent reduzieren können, sind mindestens ebenso wichtig wie Verschlüsselung und TAN-Verfahren.

Ein Aspekt, den ich persönlich für unterschätzt halte: EPS als Einzahlungsmethode bietet durch seine obligatorische TAN-Bestätigung einen natürlichen Schutzmechanismus. Im Gegensatz zu einer gespeicherten Kreditkarte, bei der ein Klick genügt, erfordert jede EPS-Einzahlung einen bewussten Schritt — das Öffnen der Banking-App, die Bestätigung der Überweisung. Dieser kurze Moment der Reflexion kann im besten Fall als Bremse wirken, wenn die Impulskontrolle nachlässt. Es ersetzt keine professionelle Spielerschutzmaßnahme, aber es ist besser als nichts. 41 Prozent der Österreicher nehmen mindestens einmal im Jahr an Glücksspielen teil — ein Markt dieser Größe braucht Schutzinstrumente auf allen Ebenen. Eine ausführliche Darstellung aller Instrumente und Hilfsangebote finden Sie im Beitrag zum Spielerschutz bei Sportwetten in Österreich.

Was bei der Sicherheit von EPS-Sportwetten oft unklar bleibt

Können Dritte bei einer EPS-Zahlung auf meine Bankdaten zugreifen?

Nein. EPS arbeitet nach dem Redirect-Modell: Sie werden direkt zu Ihrer Bank weitergeleitet, und Ihre Anmeldedaten, Kontonummer und TAN verlassen das Banksystem nicht. Der Wettanbieter erhält lediglich eine Transaktionsbestätigung mit einer ID und dem bezahlten Betrag.

Was schützt mich bei einer EPS-Einzahlung vor Betrug?

Drei Sicherheitsschichten: die Zwei-Faktor-Authentifizierung über TAN bei jeder Transaktion, die PSD2-konforme Haftungsregelung Ihrer Bank bei nicht autorisierten Zahlungen, und die Tatsache, dass keine sensiblen Bankdaten an den Wettanbieter übermittelt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, nur bei lizenzierten Wettanbietern einzuzahlen.

Ist EPS sicherer als eine Kreditkartenzahlung bei Sportwetten?

In Bezug auf Datenschutz und Authentifizierung ja. Bei EPS werden keine Kartennummern oder Kontodaten an den Wettanbieter weitergegeben, und jede Transaktion erfordert eine TAN-Bestätigung. Kreditkartenzahlungen übermitteln Kartennummer und CVV an den Händler und setzen nicht bei jeder Transaktion eine Zwei-Faktor-Authentifizierung voraus.

Erstellt von der Redaktion von „eps Wetten“.