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EPS TAN-Verfahren – Welche Freigabemethode zu Ihrem Wettverhalten passt

Smartphone mit TAN-Eingabe und Laptop mit Banking-Seite im Hintergrund

Drei Sekunden oder dreissig – der Unterschied liegt im TAN-Verfahren. Ich habe letzte Woche drei EPS-Einzahlungen hintereinander gemacht: einmal mit pushTAN, einmal mit smsTAN, einmal mit cardTAN. Der Geschwindigkeitsunterschied war drastisch. PushTAN: 4 Sekunden für die Freigabe. SmsTAN: 22 Sekunden, weil die SMS erst zugestellt werden musste. CardTAN: 35 Sekunden, weil ich den TAN-Generator suchen und die Ziffern manuell eintippen musste. Beim nächsten Live-Wett-Moment können diese Sekunden entscheidend sein.

82 Prozent der bargeldlosen Transaktionen in Österreich sind kontaktlos – die Erwartung an schnelle Zahlungsfreigaben ist hoch. Beim EPS-Einzahlungsprozess ist das TAN-Verfahren der einzige Schritt, der vom Nutzer aktiv gesteuert wird. Alles andere – Weiterleitung, Datenvorausfüllung, Bestätigung – läuft automatisch. Das TAN-Verfahren ist also der Hebel, an dem Sie die Geschwindigkeit Ihrer EPS-Einzahlung beeinflussen können.

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Inhaltsverzeichnis
  1. pushTAN, smsTAN und cardTAN: Unterschiede bei EPS-Sportwetten
  2. Welches TAN-Verfahren die EPS-Einzahlung am schnellsten macht
  3. Sicherheitsvergleich der TAN-Methoden

pushTAN, smsTAN und cardTAN: Unterschiede bei EPS-Sportwetten

57,2 Prozent aller Zugriffe auf Online-Glücksspiel in Österreich kommen von Mobilgeräten. Das macht die Wahl des TAN-Verfahrens noch relevanter, weil mobile Einzahlungen einen nahtlosen Wechsel zwischen Wett-App und Banking-App erfordern.

pushTAN ist das modernste Verfahren. Die Freigabe erfolgt direkt in der Banking-App – per Fingertipp, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Keine manuelle Eingabe, keine SMS-Wartezeit, kein zusätzliches Gerät. Die Banking-App zeigt die Transaktionsdetails (Betrag, Empfänger) und fragt nach der Bestätigung. Ein Tipp, und die Transaktion ist freigegeben. In meinen Tests lag die Freigabezeit konstant unter fünf Sekunden.

smsTAN funktioniert über eine klassische SMS. Nach der Transaktionsanzeige im Online-Banking sendet die Bank eine SMS mit dem TAN-Code an die registrierte Mobilnummer. Der Nutzer tippt diesen Code ein und bestätigt die Transaktion. Der Nachteil: Die SMS-Zustellung ist abhängig vom Mobilfunknetz und kann bei Überlastung verzögert sein. In meinen Tests lag die Zustellzeit zwischen 3 und 45 Sekunden – ein breites Spektrum, das die Zuverlässigkeit einschränkt. Außerdem ist smsTAN anfälliger für SIM-Swapping-Angriffe als pushTAN.

cardTAN nutzt einen physischen TAN-Generator in Kombination mit der Bankkarte. Die Bank zeigt einen Flickercode auf dem Bildschirm, den der TAN-Generator optisch liest. Anschliessend gibt der Generator eine TAN aus, die manuell eingegeben wird. Der Vorteil: hohe Sicherheit, unabhängig vom Smartphone und vom Mobilfunknetz. Der Nachteil: Der physische Generator muss vorhanden sein, der Prozess dauert länger, und das System ist nicht mobil-kompatibel – unterwegs im Stadion haben die wenigsten ihren TAN-Generator dabei.

Welches TAN-Verfahren die EPS-Einzahlung am schnellsten macht

Die Antwort ist eindeutig: pushTAN. Keine andere Freigabemethode kommt an die Geschwindigkeit und Bequemlichkeit von pushTAN heran. Biometrische Freigabe – Fingerabdruck oder Gesichtserkennung – reduziert die aktive Interaktion auf eine halbe Sekunde. Dazu kommt, dass pushTAN auf dem Smartphone den nahtlosen Wechsel zwischen Wett-App und Banking-App ermöglicht, was für die 57 Prozent mobiler Nutzer entscheidend ist.

In Zahlen: pushTAN spart gegenüber smsTAN durchschnittlich 15 bis 20 Sekunden pro Transaktion, gegenüber cardTAN 25 bis 30 Sekunden. Bei einer einzelnen Einzahlung ist das marginal. Aber wer regelmässig wettet und mehrmals im Monat einzahlt, summiert sich der Zeitunterschied. Und bei Live-Wetten, wo jede Sekunde zählt, kann der Unterschied zwischen pushTAN und smsTAN darüber entscheiden, ob die Wette noch zum gewünschten Kurs platziert werden kann.

Mein Rat: Wenn Sie noch smsTAN oder cardTAN nutzen, stellen Sie auf pushTAN um. Der Wechsel dauert bei den meisten österreichischen Banken wenige Minuten und kann in der Banking-App oder in der Filiale durchgeführt werden. George, Mein ELBA und die klar-App bieten pushTAN als Standard an – Sie müssen es nur aktivieren.

Sicherheitsvergleich der TAN-Methoden

Geschwindigkeit ist das eine, Sicherheit das andere. Hier ist die Rangfolge weniger eindeutig als bei der Geschwindigkeit.

pushTAN gilt als sehr sicher, weil die Freigabe an das spezifische Smartphone und die Banking-App gebunden ist. Ein Angreifer müsste sowohl das Smartphone als auch die biometrischen Daten oder den App-PIN haben. Die Schwachstelle: Wenn das Smartphone kompromittiert ist – durch Malware oder physischen Zugang –, ist pushTAN angreifbar. In der Praxis ist dieses Risiko gering, aber es existiert.

smsTAN ist weniger sicher als pushTAN. SMS können durch SIM-Swapping abgefangen werden – ein Angriff, bei dem ein Betrüger die Mobilnummer auf eine eigene SIM-Karte überträgt. Die europäische PSD2-Richtlinie hat die Anforderungen an die starke Kundenauthentifizierung verschärft, aber smsTAN erfüllt diese Anforderungen nur knapp. Viele Banken empfehlen deshalb den Umstieg auf pushTAN.

cardTAN ist technisch am sichersten. Der physische TAN-Generator ist offline, nicht hackbar und nicht von Software-Schwachstellen betroffen. Selbst wenn Ihr Computer oder Smartphone kompromittiert wäre, könnte ein Angreifer ohne den physischen Generator keine Transaktion freigeben. Der Preis für diese Sicherheit: Bequemlichkeit. CardTAN ist langsam, erfordert ein zusätzliches Gerät und ist mobil kaum nutzbar.

Meine Empfehlung für EPS-Sportwettende: pushTAN als Standard, weil es die beste Balance zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit bietet. CardTAN als Backup, falls das Smartphone ausfällt oder für besonders grosse Transaktionen, bei denen maximale Sicherheit wichtiger ist als Geschwindigkeit. SmsTAN – wenn möglich vermeiden. Die Details der Sicherheitsarchitektur bei EPS finden Sie in der Analyse zur EPS-Sicherheit bei Sportwetten.

Welches TAN-Verfahren ist am schnellsten für EPS-Sportwetten?

pushTAN ist mit durchschnittlich 3 bis 5 Sekunden Freigabezeit das schnellste Verfahren. smsTAN dauert je nach SMS-Zustellung 10 bis 45 Sekunden, cardTAN mit manueller Eingabe 25 bis 40 Sekunden.

Kann ich das TAN-Verfahren bei meiner Bank für EPS-Wetten ändern?

Ja. Die meisten österreichischen Banken ermöglichen den Wechsel des TAN-Verfahrens in der Banking-App oder in der Filiale. Der Umstieg von smsTAN auf pushTAN dauert in der Regel wenige Minuten und erfordert eine einmalige Aktivierung.

Erstellt von der Redaktion von „eps Wetten“.